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Die Artillerie der Volksmarine Stoßkräfte Torpedoschnellboot Projekt 16 (LACHS) 1952
wurde die Entwicklung eines Torpedoschnellbootes mit dem sowjetischen
Funkmeßgerät ZARNITZA (Зарница),
zwei sowjetischen 53,3cm Torpedorohren OTAM-53 und zwei sowjetischen
halbautomatischen 25-mm Flak auf Doppellafette 2-M-3 begonnen und 1957
abgebrochen. Das
sowjetische Seeraumüberwachungs- und Navigationsradar
ZARNITZA (Wetterleuchten) - NATO-Code: “Skin Head” - arbeitete
im E/F-Band. Die Antenne war durch ein Radom geschützt, das einen
Durchmesser von etwa 0,8 m und eine Höhe von etwa 1 m hatte.
Zarnitza
(Skin Head) – Auszug aus Foto: Dr. H. Mehl Als
Artilleriebewaffnung waren zwei sowjetische 25-mm Flak auf Doppellafette
(2-M-3) auf dem Vorschiff und auf dem Achterschiff vorgesehen. Sie sollten
die Selbstverteidigung des Bootes gegen kleine Überwassereinheiten des
Gegners und gegen niedrig fliegende Flugzeuge und Hubschrauber erlauben.
Sowjetisches
25mm 2-M-3 Doppellafette – Auszug aus Foto Dr. H. Mehl Die
Munitionszufuhr erfolgte über Gurte mit je 65 Patronen im Mischungsverhältnis
drei Splittersprengpatronen zu einer Panzerbrandpatrone. Es hatte eine
Reichweite von 3000 m und eine Kadenz von theoretisch 270 – 300
Schuss/Minute pro Rohr. Das Geschütz war luftgekühlt und konnte zusätzlich
mit Frischwasser während des Gurtwechsels gekühlt werden. Die
Zielerfassung erfolgte über ein einfaches Kreisvisier auf der linken
Seite des Geschützes. Das Richten nach Höhe und Seite erfolgte mit
hydraulischer Unterstützung von Hand durch den Schützen genau wie das
Abfeuern des Geschützes.
Torpedoschnellboot Projekt 57 (FORELLE) Fast zeitgleich mit dem Projekt LACHS begannen in
Roßlau die Planungsarbeiten für das Torpedoschnellboot FORELLE. Es
war an die Entwicklung eines auf der Grundlage des MB 511 geplanten Motors
aus DDR-Produktion 20KVD25 gekoppelt und mit dem Scheitern dieser
Entwicklung wurde das Projekt FORELLE abgebrochen.
TS Forelle – Foto: Nach Dr. H. Mehl Als
Sensor war des sowjetische Funkmeßgerät ZARNITZA (Зарница
- Wetterleuchten) – Nato Code: “Skin Head” - vorgesehen. Das Seeraumüberwachungs- und Navigationsradar
arbeitete im E/F-Band.
Die Antenne war durch ein Radom geschützt, das einen Durchmesser von etwa
0,8 m und eine Höhe von etwa 1 m hatte. Als
Artilleriebewaffnung war eine sowjetische 25-mm Flak auf Doppellafette
(2-M-3) auf dem Achterschiff vorgesehen. Mittschiffs sollte ein Doppelläufiges
12,7-mm MG (Dschk) auf einem turmartigen Aufbau stehen. Beide Waffen
sollten die Selbstverteidigung des Bootes gegen kleine Überwassereinheiten
und gegen niedrig fliegende Flugzeuge und Hubschrauber ermöglichen.
Sowjetisches
25mm Geschütz 2-M-3 auf Doppellafette – Auszug aus Foto Dr. H. Mehl Die
Munitionszufuhr erfolgte über Gurte mit je 65 Patronen im Mischungsverhältnis
drei Splittersprengpatronen zu einer Panzerbrandpatrone. Das Geschütz
hatte eine Reichweite von 3000 m und eine Kadenz von theoretisch 270 –
300 Schuss/Minute pro Rohr. Das Geschütz war luftgekühlt und konnte zusätzlich
mit Frischwasser während des Gurtwechsels gekühlt werden. Die
Zielerfassung erfolgte über ein einfaches Kreisvisier auf der linken
Seite des Geschützes. Das Richten nach Höhe und Seite erfolgte mit
hydraulischer Unterstützung von Hand durch den Schützen. Das Abfeuern
des Geschützes erfolgte über eine Fußtaste. Als Bedienpersonal waren
zwei Mann erforderlich. Das überschwere doppelläufige 12,7mm-MG (DSchK) war eine verbesserte Version des von Wassili Alexejewitsch Degtjarkow und Georgi Semjonowitsch Schpagin 1938/1946 entwickelten MGs der sowjetischen Streitkräfte. Das MG war zur Fliegerabwehr und zum Bekämpfen kleiner feindlicher Überwasserfahrzeuge verwendbar. Es war mit einem Kreiskornvisier ausgerüstet. Die Munition wurde aus einem Gurt mit 50 Schuss zugeführt. Die praktische Feuergeschwindigkeit betrug 80 bis 100 Schuss/Minute. Die Einsatzschussweite betrug 1000 m.
Überschweres
12,7mm-MG (DSchK) – Foto: Aus Mehl „Die andere deutsche Marine“
Projekt 183 (P 6) Basierend auf den im Lend-Lease-Verfahren der
Sowjetunion durch die USA während des 2. Weltkrieges zur Verfügung
gestellten über einhundert PT-Booten wurden nach dem Ende des Weltkrieges
die sowjetischen Torpedoschnellboote Projekt 183
(Bolschewik) – NATO-Code: P 6 - entwickelt. Ab 1957 wurden
insgesamt 27 Boote an die DDR geliefert. Die Boote waren mit zwei 53,3 cm Torpedorohren OTAM 53-183, zwei 25mm-Geschützen 2-M-3 ausgestattet.
Projekt 183 (P 6) mit Zarnitza-Radar (Skin Head) –
Foto: Dr. H. Mehl Das
sowjetische Seeraumüberwachungs- und Navigationsradar
ZARNITZA (Wetterleuchten) - NATO-Code: “Skin Head” - arbeitete im
E/F-Band kam anfangs auch auf den Torpedoschnellbooten Projekt 183 (P 6)
zum Einsatz. Die Antenne war durch einen Radom geschützt, das einen
Durchmesser von etwa 0,8 m und eine Höhe von etwa 1 m hatte. Ab 1960 waren die zulaufenden Boote mit dem sowjetischen Funkmeßgerät Reja (Rahe) – NATO-Code: Pot Head – zur Seeraumüberwachung und Zielverfolgung ausgerüstet, die bereits ausgelieferten Boote wurden mit dem Gerät nachgerüstet. Das Gerät arbeitete im I-Band. Die Antenne des Gerätes befand sich in einem flachen, leicht gewölbten Radom von etwa 1,5 m Durchmesser. Es hatte eine Reichweite von 20 sm. Die Hauptaufgabe der beiden Funkmeßgeräte war das Entdecken von und Versorgen mit Zieldaten für den Torpedoeinsatz, für die Artillerie fielen dabei aber Daten für die Verteidigung gegen kleinere Seeziele sowie gegen tieffliegende Flugzeuge und Hubschrauber ab. Die Zielerfassung und -verfolgung erfolgte am Geschütz über das Kreiskornvisier am Geschütz. Die Abfeuerung erfolgte durch eine Fußtaste.
Leichte Bordflak 2-M-3 auf einem P 6 - Bild: Auszug aus Foto Archiv Dr.H. Mehl Die Artilleriebewaffnung bestand aus zwei doppelläufigen Geschützen 2-m-3 mit einem Kaliber 25 mm. Die theoretische Feuergeschwindig betrug 260 - 300 Schuß/Minute. Der vertkale Richtbereich betrug -10 bis + 85 Grad, der horizontale Richtbereich war nur durch die Aufbauten des Bootes begrenzt. Das Richtverfahren war manuell mit hydraulischer Unterstützung. Die Bedienung des Geschützes erforderte zwei Mann, Richtkanonier und Ladenummer. Das Richten des Geschützes erfolgte über ein Kreisvisier. Die Munitionszufuhr erfolgte durch gegurtete Munition zu je 65 Patronen im Verhältnis drei Splitter-Brand- zu einer Panzerbrandpatrone, beide mit Leuchtspur aus Munitionskästen rechts am Geschütz
2-M-3-Geschütz mit Kreisvisier - Foto: Aus Dr. H. Mehl: Die andere deutsche Marine
Projekt 63.300 ("Iltis") Die Boote des Projektes 63.300 verfügten nur über Handfeuerwaffen.
Projekt 68.200 ("Wiesel") Die Boote des Projektes 68.200 verfügten nur über Handfeuerwaffen.
Projekt 205 ("OSA I") Ab 1960 liefen die Vorbereitungen auf Übernahme der sowjetischen Boote der OSA I-Klasse (Projekt 205), Deckname Moskit - deutsch Moskito. 1962 wurden die ersten 2 Boote in Peenemünde-Nordhafen übergeben. Bis Ende 1965 wurden weitere 10 Boote geliefert. Die Boote kamen in eine neu aufgestellte RS-Brigade mit der 1., 3. und 5. RS-Abteilung zu je 4 Booten. Die Bewaffnung der Boote bestand aus vier Raketenstartgeräten für die Flugkörper P 15 (NATO-Code STYX) und zwei Flugabwehrgeschützen AK 230. Die Sensoren der Boote bestanden aus dem sowjetischen See- und Luftraumüberwachungsradar mit Feuerleitfunktion MR-101 (Rangout) für die Flugkörper und dem Feuerleitradar MR-104. Das Radargerät MR-101 (Rangout) arbeitete im I-Band und hatte eine Reichweite von 20 sm im Navigationsmodus und 55 sm im Gefechtsmodus.
Mast eines Raketenschnellbootes OSA I (Projekt 205)
Antenne MR-101 (Rangout) Nach Zielentdeckung durch das MR-101 (Rangout) und Identifizierung durch die FFK-Anlage NICHROM wurde das Ziel für die Feuerleitung an das MR-104 RYS (Rahe) – NATO-Code: Drum Tilt – übergeben. Es arbeitete im I-Band und hatte eine Reichweite von etwa 22 sm. Es diente der Feuerleitung der beiden Geschütze AK-230 und war mittschiffs auf dem Aufbau platziert. Es hatte eine runde Parabolschüsssel, die sich unter einem Kunststoff-Radom befand, der die Form einer um ca. 25o schräg aufgestellten Trommel hatte.
Antenne des Feuerleit-Funkmeßgerätes MR-104 - Auszug aus Foto Die Nichrom Freund-Feind-Kennanlage wurde benutzt, um von der Radaranlage ausgemachte Ziele abzufragen. Dabei wurden Ziele aufgefordert ihre Kennung abzustrahlen. Die abgestrahlte kodierte Kennung wurde auf dem Bildschirm des Radargerätes mit einem Zusatz zum Rohvideo des Ziels dargestellt. Nach Zielentdeckung und Identifizierung durch die
FFK-Anlage NICHROM wurde das Ziel für die Feuerleitung an das MR-104 RYS
(Rahe) – NATO-Code: Drum Tilt – übergeben. Es arbeitete im I-Band und
hatte eine Reichweite von etwa 22 sm. Es diente der Feuerleitung der
beiden Geschütze AK-230 und war mittschiffs auf dem Aufbau platziert. Es hatte
eine runde Parabolschüsssel, die sich unter einem Kunststoff-Radom
befand, der die Form einer um ca. 25o schräg aufgestellten
Trommel hatte. Das MR-104 ermittelte die Schusswerte Richtung, Entfernung und Elevation des Ziels und steuerte nach entsprechender Schaltung am Feuerleitgerät eines oder beide Geschütze AK-230. AK-230 in der Sammlung P. Tamm - Foto: K. Scheuch
Raketenschnellboot Typ OSA I - Foto: D. Flohr Das sowjetische Flugabwehrgeschütz Kaliber 30x210 verfügte über zwei wasssergekühlte Revolverkanonen des Typs NN-30 (Nudelmann-Nemjenow) mit einer theoretischen Kadenz von 1500 Schuß/Min je Rohr. Der vertikale Richtbereich betrug -12 bis +87 Grad. Das Geschütz wurde durch die Daten vom Feuerlietrechner der MR-104 (Drum Tilt) oder optisch über das Kreisvisier eine Richtsäule auf dem Brückendach gerichtet.
Kreisvisier der Zieleinrichtung Kolonka auf dem Brückendach eines OSA I - Foto aus MTH - Raketenschnellboote
Projekt 131 (LIBELLE) Basierend auf den guten Erfahrungen mit den LTS-Booten sollte ein etwas größeres Boot mit besserer Seetüchtigkeit, größerer Fahrstrecke und zusätzlicher Bewaffnung entwickelt werden. Es sollte auch als Transportfahrzeug eingesetzt werden können. 1974 wurde das erste Serienboot in Dienst gestellt, ein Leichtmetallboot mit zwei ins Deck eingebauten Torpedorohren, zwei Minenausstoßvorrichtungen neben dem Aufbau, einer navalisierten 23-mm Kanone mit Doppellafette ZU-23 mit Wetterschild, zwei Motoren M 50 F-7 im Bug und einem umsteuerbaren Diesel M 50 F7 im Heck, einer TSR-222 Funkmeß-Station. Die Besatzung bestand aus 5 Mann, Kommandant, Obersteuermann, Motoren-Meister, Elektriker-Gast und Artillerie-Gast. ZU 23 auf Museumsboot 925 in Rechlin - Foto: K. Scheuchb
Museumsboot Libelle 952 im DMM Wilhelmshaven - Foto: T. Kunzmann Auch wenn das Funkmeßgerät TSR 222 des Gerätewerks Leipzig Daten zu einem Ziel liefern konnte, gab es keine andere als optische Feuerleitung über ein Kreisvisier an der linken Seite des Geschützes. Die ZU 23 sollte die Verteidigung gegen tief fliefende Flugzeuge und Hubschrauber sowie gegen kleinere feindliche Überwasserstreitkräfte ermöglichen. Das Kaliber des Geschützes war 23 mm. Die Munition wurde beiden Rohren mit Gurten aus jeweils einem 50 Schuss fassenden Behälter zugeführt.
ZU 23 auf Boot 525 in Rechlin - Foto: T. Kunzmann
Projekt 206 (SHERSHEN) Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde in der Sowjetunion ein Nachfolgetyp für das Projekt 183 entwickelt, das Projekt 206, ein größeres Boot mit vier Torpedorohren, zwei Geschützen AK-230, dem Seeraumüberwachungsradar MR-102 (Pot Drum), dem Feuerleitradar MR-104 (Drum Tilt) für die Artillerie und die Torpedowaffe und Minenschienen für bis zu vier Minen.
Boot S814 des Projets 206 (Shershen)
– Foto: F. Weigelt Das sowjetische Seeraumüberwachungsradar MR-102 BAKLAN
(Kormoran) – NATO-Code: Pot Drum - arbeitete im I-Band und hatte einen
flachen, leicht gewölbten Radom von etwa 1,5m Durchmesser. Es dienste
neben der Seeraumüberwachung der Torpedo-Feuerleitung und hatte
eingeschränkte Fähigkeiten für die Luftraumüberwachung. Nach Zielentdeckung und Identifizierung durch die
FFK-Anlage NICHROM wurde das Ziel für die Feuerleitung an das MR-104 RYS
(Rahe) – NATO-Code: Drum Tilt – übergeben. Es arbeitete im I-Band und
hatte eine Reichweite von etwa 22 sm. Es diente der Feuerleitung der
beiden Geschütze AK-230 und war mittschiffs auf dem Aufbau platziert. Es hatte
eine runde Parabolschüsssel, die sich unter einem Kunststoff-Radom
befand, der die Form einer um ca. 25o schräg aufgestellten
Trommel hatte. Das MR-104 ermittelte die
Schusswerte Richtung, Entfernung und Elevation des Ziels und steuerte nach
entsprechender Schaltung am Feuerleitgerät eines oder beide Geschütze
AK-230.
Geschütz AK-230 in der Sammlung P. Tamm - Foto: K. Scheuch Das sowjetische Flugabwehrgeschütz Kaliber 30x210 verfügte über zwei wasssergekühlte Revolverkanonen des Typs NN-30 (Nudelmann-Nemjenow) mit einer theoretischen Kadenz von 1500 Schuß/Min je Rohr. Der vertikale Richtbereich betrug -12 bis +87 Grad. Das Geschütz wurde durch die Daten vom Feuerlietrechner der MR-104 (Drum Tilt) oder optisch über das Kreisvisier eine Richtsäule auf dem Brückendach gerichtet.
Kreisvisier der Zieleinrichtung auf dem Brückendach hier eines OSA I - Foto aus MTH - Raketenschnellboote
Feuerleitlradar MR-104 (Drum Tilt) - Bild: Auszug aus Foto Dr. H. Mehl Das sowjetische Seeraumüberwachungsradar MR-102 BAKLAN
(Kormoran) – NATO-Code: Pot Drum - arbeitete im I-Band und hatte einen
flachen, leicht gewölbten Radom von etwa 1,5 m Durchmesser. Es dienste
neben der Seeraumüberwachung der Torpedo-Feuerleitung und hatte eingeschränkte
Fähigkeiten für die Luftraumüberwachung. Nach Zielentdeckung und Identifizierung durch die
FFK-Anlage NICHROM wurde das Ziel für die Feuerleitung an das MR-104 RYS
(Rahe) – NATO-Code: Drum Tilt – es arbeitete im I-Band und hatte eine
Reichweite von etwa 22 sm, gegeben. Es diente der Feuerleitung der beiden
Geschütze AK-230 und war mittschiffs auf dem Aufbau platziert. Es hatte
eine runde Parabolschüsssel, die sich unter einem Kunststoff-Radom
befand, der die Form einer um ca. 25o schräg aufgestellten
Trommel hatte. Das MR-104 ermittelte die
Schusswerte Richtung, Entfernung und Elevation des Ziels und steuerte nach
entsprechender Schaltung am Feuerleitgerät eines oder beide Geschütze
AK-230. Artilleriewaffen Projekt 1241 RÄ (Tarantul) Ab Oktober 1984 übernahm die Volksmarine fünf Kleine Raketenschiffe (KRS) des Typs Molnija (Blitz) - NATO-Code Tarantul - von der Sowjetunion. Die Hauptbewaffnung bestand aus zwei Doppelstartanlagen für die Seezielflugkörper"P 21" und "P 22". Daneben verfügte das Schiff über ein 76mm-Geschütz AK 176 auf der Back und zwei sechsläufige 30mm-Revolverkanonen AK 630 (Gatlingguns) auf dem hinteren Aufbau. Auf dem Achterdeck befand sich weiterhin ein Vierfach-Raketenstarter FASTA für den Einsatz von STRELA M Nahbereichsraketen. Die Feuerleitung für das AK 176 und die beiden Maschinenkanonen AK 630 erfolgte über das sowjetische Feuerleitradar MR-123 (Vympel - deutsch Wimpel) - NATO-Code Bass Tilt - auf dem Dach der Brücke. Es arbeitete im H-Band und hatte eine Reichweite von 45 km. Mast der Hans- Beimler - Foto: K. Scheuch Für die See- und Luftraumüberwachung sowie die Zielzuweisung für die Seezielflugkörper "P 21 " und "P 22" wurde das sowjetische Funkmeßgerät 3Ts-25E (Garpun-B)-Radar - NATO-Code Plank Shave - benutzt. Es arbeitete im X-Band und hatte eine Reichweite von 141 km.
Geschütz AK 176 auf "Hans Beimler - Foto: K. Scheuch Das AK-176 war ein vollautomatisches Geschütz zum Einsatz gegen See-. Luft- und Landziele. Es hatte ein Kaliber von 76,2 mm. Bei einer Schussentfernung von 12 km war die theoretische Feuergeschwindigkeit maximal 120 Schuss/Minute. Die Kühlung des Geschützrohrs erfolgte mit Wasser. Die Richtbereiche waren -12 bis + 85 Grad. Die Feuerleitung erfolgte automatisch durch das Feuerleitradar MR-123/176 (Vympel - deutsch Wimpel) - NATO-Code Bass Tilt - auf dem Dach der Brücke. Es arbeitete im H-Band und hatte eine Reichweite von 45 km. Im Reserveverfahren 1 wurde das Geschütz halbautomatisch durch die zwei Bediener im Geschütz nach Werten der Zieleinrichtung Kondenso-221 A gerichtet und durch Fusstastendruck abgefeuert. Die Munitionszufuhr erfolgte elektrisch aus der Munitionskammer. Im Reserveverfahren 2 wurde das Geschütz manuell durch beide Bediener mit Hilfe des Kreiskornvisiers manuell gerichtet und durch Fusstastendruck abgefeuert. Die Munitionszufuhr erfolgte elektrisch aus der Munitionskammer. Im Reserveverfahren 3 wurde das Geschütz manuell durch die zwei Bediener mit Hilfe des Kreiskornvisers manuell gerichtet und durch Fusstastendruck abgefeuert. Die Munitionszufuhr erfolgte mit Handkurbelantrieb durch den zweiten Bediener und den STRELA-Gasten. Geschütz AK 630 (Gatling Gun) auf "Hans Beimler" - Foto: K. Scheuch Das Geschütz AK-630 war Teil des Nahbereichsflugabwehrsystems A-213 Vympel (deutsch Wimpel), das aus dem Geschütz, dem Feuerleitradar, einer elektronisch-optischen Zielsäule und einer Bedienkonsole bestand. Der Geschützturm hatte eine Höhe von1,2 m, mit einem Durchmesser von 1,3 m. Im Turm befand sich die sechsläufige gasdruckbetriebene 30 mm Gatling-Kanone Typ Grjasew-Schipunow GSch-6-30. Die Munitionszufuhr erfolgte durch einen mit 2000 bis 3000 Schuss Splitter/Brand-Patronen und/oder Leuchtspur-Patronen bestückten Gurt aus der Munitionskammer. Das Geschütz hatte eine theoretische Kadenz von 4000 bis 5000 Schuss/Minute. Die Feuerleitung erfolgte durch das Feuerleitradar MR-123 (Bass Tilt), wie auch für das AK-176. Es arbeitete im I/J-Band und hatte eine Reichweite von ca. 40 km. Alternativ konnte die AK-630 durch die elektro-optische Zielsäule mit Kreiskornvisier und mit eienr integrierten Kamera mit Restlichtverstärker, mit einer Wärmebildkamera und Laserabstandsmesser gerichtet werden. Seezielflugkörper konnten auf einen Abstand von einem bsi eineinhalb Kilometer bekämpft werden, gegen See- unf Luftziele betrug der Bekämpfungsabstand 4 bis 4,5 km. Während die Baunummer 1241/0, 1241/03 und 1241/04 im Jahr 1994 verschrottet wurden, wurde Baunummer 1241/02 "Rudolf Eglhofer" ("Hiddensee") 2023 in den USA verschrottet. Die Baunummer 1241/05 "Hans Beimler " liegt als Museumsboot in Peenemünde.
Artillerie-Waffen Projekt 151 (BALCOM 10) Für das deutsch-sowjetische Gemeinschaftsprojekt 151 (BALCOM 10) war als Bewaffnung vorgesehen zwei Vierfachstartcontainer 1520 für die neuen Seezielraketen "P-21" und "P-22", ein 76mm-Geschütz AK 176 M auf der Back, eine sechsläufige 30mm-Revolverkanone AK 630 auf dem achteren Aufbau und ein Vierfach-Raketenstarter FASTA für den Verschuss von STRELA M Nahbereichsraketen. Die Feuerleitung für das AK 176 und die Maschinenkanone AK 630 erfolgte über das sowjetische Feuerleitradar MR-123 (Vympel - deutsch Wimpel) - NATO-Code Bass Tilt auf dem Dach der Brücke. Es arbeitete im H-Band und hatte eine Reichweite von 45 km.
Boot Projekt 151 (BALCOM 10) - Bild aus Pestow - BALCOM 10 Für die See- und Luftraumüberwachung sowie die Zielzuweisung für die Seezielflugkörper "P 21 " und "P 22" wurde das sowjetische Funkmeßgerät 3Ts-25E (Garpun-B)-Radar - NATO-Code Plank Shave - benutzt. Es arbeitete im X-Band und hatte eine Reichweite von 141 km. Die Feuerleitung für das AK 176 und die beiden Maschinenkanonen AK 630 erfolgte über das sowjetische Feuerleitradar MR-123 (Vympel - deutsch Wimpel) - Nato-Code Bass Tilt - auf dem Dach der Brücke. Es arbeitete im H-Band und hatte eine Reichweite von 45 km. Mast der Hans- Beimler - Foto: K. Scheuch Für die See- und Luftraumüberwachung sowie die Zielzuweisung für die Seezielflugkörper "P 21 " und "P 22" wurde das sowjetische Funkmeßgerät 3Ts-25E (Garpun-B)-Radar - NATO-Code Plank Shave - benutzt. Es arbeitete im X-Band und hatte eine Reichweite von 141 km.
Geschütz AK 176 auf "Hans Beimler - Foto: K. Scheuch Das AK-176 war ein vollautomatisches Geschütz zum Einsatz gegen See-. Luft- und Landziele. Es hatte ein Kaliber von 76,2 mm. Bei einer Schussentfernung von 12 km war die theoretische Feuergeschwindigkeit maximal 120 Schuss/Minute. Die Kühlung des Geschützrohrs erfolgte mit Wasser. Die Richtbereiche waren -12 bis + 85 Grad. Die Feuerleitung erfolgte nach Zielentdeckung durch das 3Ts-25E (Garpun-B)-Radar - NATO-Code Plank Shave und identifizierung durch die FFK-Anlage Nichrom automatisch durch das Feuerleitradar MR-123/176 (Vympel - deutsch Wimpel) - NATO-Code Bass Tilt - auf dem Dach der Brücke. Es arbeitete im H-Band und hatte eine Reichweite von 45 km. Die Munitionszufuhr erfolgte elektrisch aus der Munitionskammer. Im Reserveverfahren 1 wurde das Geschütz halbautomatidsch durch die zwei Bediener im Gschütz nach Werten der Zieleinrichtung Kondenso-221 A gerichtet und durch Fusstastendruck abgefeuert. Die Munitionszufuhr erfolgte elektrisch aus der Munitionskammer. Im Reserveverfahren 2 wurde das Geschütz manuell durch beide Bediener mit Hilfe des Kreiskornvisiers manuell gerichtet und durch Fusstastendruck abgefeuert. Die Munitionszufuhr erfolgte elektrisch aus der Munitionskammer. Im Reserveverfahren 3 wurde das Geschütz manuell durch die zwei Bediener mit Hilfe des Kreiskornvisers manuell gerichtet und durch Fusstastendruck abgefeuert. Die Munitionszufuhr erfolgte mit Handkurbelantrieb durch den zweiten Bediener und den STRELA-Gasten. Geschütz AK 630 (Gatling Gun) auf "Hans Beimler" - Foto: K. Scheuch Das Geschütz AK-630 war Teil des Nahbereichsflugabwehrsystems A-213 Vympel (deutsch Wimpel), das aus dem Geschütz, dem Feuerleitradar, einer elektronisch-optischen Zielsäule und einer Bedienkonsole bestand. Der Geschützturm hatte eine Höhe von1,2 m, mit einem Durchmesser von 1,3 m. Im Turm befand sich die sechsläufige gasdruckbetriebene 30 mm Gatling-Kanone Typ Grjasew-Schipunow GSch-6-30. Die Munitionszufuhr erfolgte durch einen mit 2000 bis 3000 Schuss Splitter/Brand-Patronen und/oder Leuchtspur-Patronen bestückten Gurt aus der Munitionskammer. Das Geschütz hatte eine theoretische Kadenz von 4000 bis 5000 Schuss/Minute. Die Feuerleitung erfolgte durch das Feuerleitradar MR-123 (Bass Tilt), wie auch für das AK-176. Es arbeitete im I/J-Band und hatte eine Reichweite von ca. 40 km. Alternativ konnte die AK-630 durch die elektro-optische Zielsäule mit Kreiskornvisier und mit einer integrierten Kamera mit Restlichtverstärker, mit einer Wärmebildkamera und einem Laserabstandsmesser gerichtet werden. Seezielflugkörper konnten auf einen Abstand von einem bis eineinhalb Kilometer bekämpft werden, gegen See- unf Luftziele betrug der Bekämpfungsabstand 4 bis 4,5 km. Als Navigationsradar wurde das sowjetísche Funkmeßgerät Pechora (Nato-Code Don-2 oder Spin Through) auf dem Brückendach installiert. Wegen der politischen Entwicklung in der DDR im Jahr 1989 stieg die UdSSR aus dem Projekt aus und die DDR reduzierte die Zahl der geplanten Boote von 18 auf 10. Die Serienfertigung in der Peenewerft lief an und Boot 1 "Saßnitz" wurde noch an die Volksmarine übergeben, jedoch ohne Starcontainer und daher als Patrouillenboot klassifiziert. Ein weiteres Boot, "Ostseebad Binz" wurde nicht mehr in den Dienst der Volksmarine übernommen. Die beiden Boote erhielten nach der Wiedervereinigung MTU-Motoren und andere westliche Ausrüstung und wurden für die Bundespolizei als "Neustrelitz" (BG 22) und "Bad Düben" (BG 23) in Dienst gestellt. Ver Rümpfe in verschiedenen Baustadien lagen noch jahrelang in der Peeenwerft und wurden 2010 abgebrochen. Die "Saßnitz" und die "Bad Düben" wurden 2010 von der Bundespolizei außer Dienst gestellt und 2018 verschrottet.
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