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| Wir über uns | Waffen der Volksmarine Stoßkräfte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Waffen der Volksmarine Stoßkräfte 1956 - 1990 Die Raketen RS-Boote und Kleinen Raketenschiffe der Volksmarine Projekt 205 ("OSA I") Ab 1960 liefen die Vorbereitungen auf Übernahme der sowjetischen Raketenschnellboote der OSA I-Klasse (Projekt 205), Deckname Moskit - deutsch Moskito. 1962 wurden die ersten 2 Boote in Peenemünde-Nordhafen übergeben. Bis Ende 1965 wurden weitere 10 Boote geliefert. Die Boote kamen in eine neu aufgestellte RS-Brigade mit der 1., 3. und 5. RS-Abteilung zu je 4 Booten. Die Bewaffnung der Boote bestand aus vier Raketenstartgeräten für die Flugkörper P-15 (NATO-Code SS-N-2 STYX) und zwei Flugabwehrgeschützen AK 230. Die Sensoren der Boote bestanden aus dem sowjetischen See- und Luftraumüberwachungsradar mit Feuerleitfunktion für die Flugkörper "P 15", das MR-101 (Rangout) und dem Feuerleitradar MR-104 für die AK 630. Das Radargerät MR-101 (Rangout) arbeitete im I-Band und hatte eine Reichweite von 20 sm im Navigationsmodus und 55 sm im Gefechtsmodus.
Raketenschnellboot Projekt 205 (OSA I) - Foto: Archiv H. Mehl
Antenne MR-101 (Rangout) Nach Zielentdeckung durch das MR-101 (Rangout - deutsch Mastwerk) und Identifizierung durch die FFK-Anlage NICHROM wurden die Daten an die Waffenleitstation Kljon übergeben. Diese ermittelte die Schussdaten für das Boot. Dabei wurden berücksichtigt Kurs. Fahrt, Peilung, Entfernung des Ziels sowie eigene Werte für Kurs und Fahrt sowie für Stampfen und Rollen. Es war erforderlich für den Start der Rakete eine Fahrt von 15 kn über mehrere Minuten zu halten und nicht mehr als 10 bis 15 Grad vom Kurs abzuweichen. Der Schusskurs entsprach derSumme aus Peilung des Ziels und errechnetem Vorhaltwinkel.
Vorstartkontroll-Konsole - Foto aus Mehl: Die andere deutsche Marine Bevor die Rakete gestartet werden konnte, musste sie zunächst im Startcontainer durch Einsetzen des elektrischen Zünders und des mechanischen Zünders einsatzklar gemacht werden. Dann erfolgte die Vorstartkontrolle an der entsprechenden Konsole. Nach erfolgreicher Vorstartkontrolle wurde die Rakete durch elektrische Abfeuerung an der Konsole auf der Brücke neben dem Hauptbildschirm gestartet.
Kommandantenpult "Gerät 101" - Bild aus Lemcke/Neidel - Raketen über See
Schema Aufbau einer Flügelrakete "P-15" - Bild aus W. Müller: RS-Boote der Volksmaerine Zeichenerklärung
Die Funkmeßhaube er Flügeltakete "P- 15" war aus glasfasserverstärktem Material hergestellt. Der Brennestofftank enthielt das so genannte SamIn, den hochgiftigen Kraftstoff TG-02. Der Gefechtsteil enthielt 375 Kg TNT, der durch die Art seiner Anordnung eine Wirkung vergleichbar mit einer Panzerfaust hatte. Der elektrische Zündung erfolgte über einen mechanischen Kontaktgeber, während die mechanische Zündung über einen Aufschlagzünder erfolgte. Im Oxydatortank befand sich eine Mischung aus hochkonzentrierter Salpetersäure, Stickstofftetroxid und einigen anderen Komponenten. Das Feststoffstarttriebwerk (Booster) hatte eine Brenndauer von 1,35 s und wurde nach etwa 500 m abgeworfen. Das Leitwerk enthielt einen Autopiloten AM-15A und einen barometrischen Höhenmesser, der für die Einnahme und das Halten der eingestellten bzw. programmierten Flughöhe sorgte. Beim Start erreichte die Rakete eine Höhe von 300 m und ging dann auf eingestellte Höhe 100 bzw. 200 m. In der Endphase, der Zielsuchlenkungsphase ging die Rakete auf eine Flughöhe von 2 bis 5 m. Abmessungen der Rakete P-15: Länge 6,42 - 6,55 m, Durchmeser 0,75 m, Spannweite 2,41 m. Startgewicht 2. - 2,5 t. Die Phasen des Einsatzes einer P-15. In der Startphase wurde die Rakete mit dem Schub des Starttriebwerkes von 28 - 30 t auf die Geschwindigkeit Mach 0,9 beschleunigt und auf eine Höhe von ca. 300 m gebracht. In der Marschphase übernahm das Marschtriebwerk den Schub und sorgte für gleichbleibende Geschwindigkeit bis zum Auftreffen auf das Ziel. Die Reichweite der "P-15" betrug 45 km.
Beladen eines OSA-I-Bootes mit der Flügelrakete "P-15" - Foto: Aus Mehl - Die andere deutsche Marine Wegen der besseren Lagerfähigkeit wurde die Rakete auch mit abklappbaren Flügeln gebaut und hatte die Bezeichnung "P-15U" - NATO-Code SS-N-2B. Ab 1967 wurde auf der Basis "P-15U"eine neue Rakete entwickelt, die über eine größere Reichweite, geringere Flughöhe, geringere Störanfälligkeit, bessere Zielauffassung durch neue Funkmeß- und Wärmesuchköpfe verfügen sollte. Die neue Rakete war um 400 mm länger, der Booster hatte einen Durchmesser, der um 100 mm größer war und die Kabelbahnen verliefen seitlich nicht mehr direkt unter der Rakete. Die Rakete mit dem verbesserten Funkmeßsuchkopf DS-M erhielt die Bezeichnung "P-15M"(Exportversion "P- 21") - NATO-Code: SS-N-2C, die mit dem neuen Infrarotsuchkopf "Segir" (deutsch Gimpel) erhielt die Beuzeichnung "P-15TM" (Exportversion "P-22"). Die einstellbare Flughöhe von 50 m in der Marschphase verringerte die Entdeckungsgefahr durch das generische Radar. Die Reichweite der Rakete wurde fast verdoppelt auf 85 km.
Die Raketenwaffen Projekt 1241 RÄ (MOLNIJA-1) - Tarantul Die Exportversion Projekt 1241 (Molnija) - in der Volksmarine als Kleines Raketenschiff (KRS) bezeichnetes Schiff, auf das die Bezeichnung Korvette passt , - mit der Hauptwaffe Seeziel-FK-System "P-20" für den Einsatz von "P-21"- und "P-22"-Raketen aus zwei Kontainerstartanlagen KT-15 beiderseits des Aufbaus für je zwei Raketen. P-15M - Exportbezeichnung "P-21" mit verbessertem Funkmeßsuchkopf - NATO-Code SS-N-2C oder "P-22" mit verbessertem Infrarotsuchkopf. Die Raketen hatten eine Reichweite von 85 km bei einer Geschwindigkeit 0,9 Mach und trugen eine Gefechtsladung von 400 kg TNT. Sie waren durch kleinere Suchfenster besser gegen elektronische und gegen wärmeerzeugende Schutzmaßnahmen geschützt.
Boot Projekt 1241 RÄ - Foto: D. Flohr Für die See- und Luftraumüberwachung sowie die Zielzuweisung für die Seezielflugkörper "P 21 " und "P 22" wurde das sowjetische Funkmeßgerät 3Ts-25E (Garpun-B)-Radar - NATO-Code Plank Shave - benutzt. Es arbeitete im X-Band und hatte eine Reichweite von 141 km. Zum Einsatz auf diesen Booten sollten Raketen "P-21" und 2P-22" kommen, zwei auf der Basis "P-15U" neu entwickelte Rakete, die über eine größere Reichweite, geringere Flughöhe, geringere Störanfälligkeit, bessere Zielauffassung durch neue Funkmeß- und Wärmesuchköpfe verfügte. Die neue Rakete war um 400 mm länger, der Booster hatte einen Durchmesser, der um 100 mm größer war, und die Kabelbahnen verliefen seitlich nicht mehr direkt unter der Rakete. Die Rakete "P-21" (Exportversion der "P-15M") hatte einen verbesserten Funkmeßsuchkopf DS-M, die "P-22" (Exportversion der "P-15TM") hatte einen neuen Infrarotsuchkopf "Segir" (deutsch Gimpel). Die einstellbare Flughöhe von 50 m in der Marschphase verringerte die Entdeckungsgefahr durch das generische Radar. Die Reichweite der Rakete war gegenüber der "P-15" fast verdoppelt auf 85 km. Die Boote Projekt 1241 RÄ hatten auf dem Achterdeck einen Vierfachstarter FASTA-4 für die Nahbereichs-Flugabwehr, eine Eigenentwicklung der DDR für den Start von vier STRELA-M-Raketen. Unten die Abbildung eines FASTA-4 mit nur zwei, im Bild darunter ohne Startrohre auf USS "Hiddensee" in der Battle Ship's Cove.
FASTA-4 Startgerät auf "Hiddensee" mit zwei Startern - Foto: K. Scheuch Startgerüst für FASTA-4 mit Kreiskornvisier auf "Hiddensee" - Foto: USN Die Flugabwehr-Rakete STRELA war ursprünglich eine für das Heer entwickelte handgehaltene Nächstbereichs-Flugabwehr-Rakete mit Infrarot-Zielsuchkopf. Das Bekämpfungsfenster erstreckte sich je nach Schießverfahren von 600 bis 4200 m. Der Höhenbereich, in dem ein Ziel bekämpft werden konnte, betrug je nach Schießverfahren 50 bis 2000 m. Die Rakete hatte eine Länge von 1440 mm bei einem Kaliber von 72 mm. Das Gewicht der Rakete betrug 9,8 kg bei einer Gefechtsladung von 1,15 kg. Das Startgerät an Bord der Boote Projekt 1241 RÄ stand auf einer Drehscheibe und musste optisch von Hand nach Seite und Höhe gerichtet werden.
Nahbereichs- Flugabwehr-Rakete STRELA M Zeichenerklärung
Die Raketenwaffen Projekt 151 (BALCOM 10) Für das deutsch-sowjetische Gemeinschaftsprojekt 151 (Balcom 10) - in der Volksmarine als Kleines Raketenschiff (KTS) bezeichnetes FAhrzeug - war als Bewaffnung vorgesehen zwei Vierfachstartcontainer 1520 für die neuen Seezielraketen "P-21" und "P-22", ein 76mm-Geschütz AK-176M auf der Back, eine sechsläufige 30mm-Revolverkanone AK-630 auf dem achteren Aufbau und ein Vierfach-Raketenstarter FASTA für den Verschuss von vier STRELA M Nahbereichsraketen im mittleren Teil des Aufbaus. Für die See- und Luftraumüberwachung sowie die Zielzuweisung für die Seezielflugkörper "P 21 " und "P 22" wurde das sowjetische Funkmeßgerät 3Ts-25E (Garpun-B)-Radar - NATO-Code Plank Shave - benutzt. Es arbeitete im X-Band und hatte eine Reichweite von 141 km.
Balcom 10 - Foto aus Pestow - BALCOM 10 Zum Einsatz auf diesen Booten sollten Raketen "P-21" und 2P-22" kommen, zwei auf der Basis "P-15U" neu entwickelte Rakete, die über eine größere Reichweite, geringere Flughöhe, geringere Störanfälligkeit, bessere Zielauffassung durch neue Funkmeß- und Wärmesuchköpfe verfügte. Die neue Rakete war um 400 mm länger, der Booster hatte einen Durchmesser, der um 100 mm größer war, und die Kabelbahnen verliefen seitlich nicht mehr direkt unter der Rakete. Die Rakete "P-21" (Exportversion der "P-15M") hatte einen verbesserten Funkmeßsuchkopf DS-M, die "P-22" (Exportversion der "P-15TM") hatte einen neuen Infrarotsuchkopf "Segir" (deutsch Gimpel). Die einstellbare Flughöhe von 50 m in der Marschphase verringerte die Entdeckungsgefahr durch das generische Radar. Die Reichweite der Rakete war gegenüber der "P-15" fast verdoppelt auf 85 km. Die Boote Projekt 151 hatten auf Aufbau einen Vierfachstarter FASTA-4 für die Nahbereichs-Flugabwehr, eine Eigenentwicklung der DDR für den Start von vier STRELA-M-Raketen. Unten die Abbildung eines FASTA-4 mit nur zwei, im Bild darunter ohne Startrohre auf USS "Hiddensee" in der Battle Ship's Cove.
FASTA-4 Startgerät auf "Hiddensee" mit zwei Startern - Foto: K. Scheuch Startgerüst für FASTA-4 mit Kreiskornvisier auf "Hiddensee" - Foto: USN Die Flugabwehr-Rakete STRELA war ursprünglich eine für das Heer entwickelte handgehaltene Nächstbereichs-Flugabwehr-Rakete mit Infrarot-Zielsuchkopf. Das Bekämpfungsfenster erstreckte sich je nach Schießverfahren von 600 bis 4200 m. Der Höhenbereich, in dem ein Ziel bekämpft werden konnte, betrug je nach Schießverfahren 50 bis 2000 m. Die Rakete hatte eine Länge von 1440 mm bei einem Kaliber von 72 mm. Das Gewicht der Rakete betrug 9,8 kg bei einer Gefechtsladung von 1,15 kg. Das Startgerät an Bord der Boote Projekt 1241 RÄ stand auf einer Drehscheibe und musste optisch von Hand nach Seite und Höhe gerichtet werden.
Nahbereichs- Flugabwehr-Rakete STRELA M Zeichenerklärung
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